Gerade sitze ich an meinem Schreibtisch und habe begonnen ein Journal zu schreiben. Der Titel „Mein Abenteuer als Unternehmerin – von Verena Sati“. Ich bin darauf gekommen es zu schreiben, weil ich mir das Buch von Carrie Green geholt habe „She means Business“*. Ein Buch, welches dazu anregt noch einmal die eigene Vision zu überdenken und die eigenen Ideen für das Business umzusetzen.

Erst habe ich gedacht, dass ich es heimlich, still und leise für mich mache. Doch ich denke vieles von meinen Erkenntnissen wäre auch für dich hilfreich.

Vielleicht spürst du ähnlich?

Das Journal beginne ich mit folgenden Sätzen:

Hiermit verspreche ich mir, dass ich den Wünschen meines Herzen folgen werde. Ich erlaube mir groß zu Träumen, meinen Ideen Raum zu geben und mich zu meinem inneren besten Selbst zu entwickeln. Beruflich und Privat.

Danach wollte ich erst einmal die Situation beschreiben, wie sie gerade ist. Das habe ich getan. Einfach drauf losschreiben, dass kann ich sehr gut und meine Gedanken fliessen lassen ebenfalls.

Jetzt habe ich nach einer Seite gestoppt, den Text noch einmal durchgelesen und mir dann die Frage gestellt: Warum hältst du dich immer wieder zurück? Warum hältst du dich selbst so auf?

 


Vom Aufhalten und Zurückhalten

Aufhalten und Zurückhalten – das kann ich gut. Mich verstecken und nicht zu sehr auffallen. Immer wieder zu mir selbst sagen: Dafür bist du nicht gut genug.

Ich kenne die ganzen positiven Gegensätze. Ich weiß sogar, dass ich genau das Gegenteil davon kann und gerne mache.

Doch das alte „Ich“ in mir holt mich in letzter Zeit wieder ein. Ich fühle mich klein. Ich fühle mich alt. Ich fühle nicht mich.

Ich fühle mich einfach nicht so, wie ich eigentlich bin. Ich bin nicht mehr die, die ich früher war. Was wohl vielen von uns so geht, aber hast du dich wirklich mal damit auseinandergesetzt?

Bei mir lief die Frage „Wer bin ich?“ letztens dazu über, dass ich erst einmal alles von mir selbst wieder in Frage gestellt habe. Dazu hatte ich die Tage schon mal einen Beitrag geschrieben. Denn meine Selbstständigkeit habe ich dadurch natürlich direkt mit angezweifelt.

Zweifel sind es so oft, die dich zurück halten. So ist es jedenfalls bei mir. Ich zweifel an mir.

Ich zweifel an der Person die ich bin. Genau das hält mich auf.

 

 


Weiterentwicklung fühlt sich immer seltsam an ..

Mein Leben hat sich schon oft um 180 Grad verändert. Sehr oft. Das tat sehr oft weniger gut und genau das ist sogar untertrieben. Es war schmerzhaft.

Veränderungen haben mir gezeigt, dass ich mich weiterentwickeln darf. Ja, das Leben macht nicht halt davor dich mächtig durchzuschütteln.

Das ist gut so, denn nur so kannst du dich neu formen und zu dir selbst werden.

Bei mir fühlt sich die neue Weiterentwicklung seltsam an. Manche nennen es Komfortzone verlassen. Ich fühle es, wie eine alte Hülle die ich endlich verlassen muss.

Das macht mir Angst.

Und deswegen halte ich mich zurück.

Zurück mit Aufgaben, die ich erledigen möchte. Zurück mit Zielen die ich mir gesetz habe und bei denen ich zweifle, ob ich sie jetzt endlich umsetzen soll.

Angst ist für so vieles ein gutes Mittel, um dich zurückzuhalten und in deinem Leben sitzen zu bleiben. Auch, wenn das Leben nicht mehr zu dir passt. Auch, wenn du gar nicht mehr der Mensch bist, der da sitzt.

Es ist seltsam das so aufzuschreiben, entspricht aber genau den Gefühlen die ich zur Zeit habe.

 


Die Hülle deiner Persönlichkeit

Sie fühlt sich bei mir wie etwas an, das mir erst viel zu groß ist. Sie bietet mir viel Platz und ich kann mich voll und ganz in ihr ausbreiten.

Dann kommt dieser Moment (jetzt) in dem die Hülle viel zu eng wird. Sie zwickt an allen Seiten und fühlt sich falsch an.

Es muss nicht immer das Aussen sein, welches sich falsch anfühlt. Vielleicht sind es bei dir eher deine eigenen Werte, Vorstellungen und Ziele, die in eine ganz andere neue Richtung streben. Du hast mit der Zeit neue Fähigkeiten entdeckt oder alte wieder neu aufleben lassen. Du spürst, dass es jetzt an der Zeit ist diese einzusetzen.

Für dein Leben. Deine Vision. Deine Träume.

Und genau das ist der Punkt an dem du dich in deiner vorhandenen Hülle unwohl fühlst. Viele Situationen sind plötzlich aus deinem neuen Blickwinkel seltsam und bringen das Gefühl von Enge in dir zur Stande.

Ich fühle mich eingeengt und möchte wieder freier werden.

Doch meine Hülle abzustreifen ist gar nicht einfach. Es bedeutet Veränderungen, neue Wege, neue Herausforderungen und neue Ängste.

Trotzdem fühle ich mich, als würde jemand hinter mir stehen und alles in diese frischen Richtungen schieben, die so schön leuchten.

 


Ich gehe los. Aber wo fange ich an?

Vielleicht liest du meine Gedanken, die sich heute ziemlich verwirrt anfühlen. Vielleicht fühlst du dich genauso?

Meine nächste Frage an mich selbst ist jetzt: Was willst du denn jetzt tun? Was will dein Herz?

Denn ja, das Herz sagt dir vieles, was du eigentlich schon lange weißt.

Mein erster Schritt in meinen neuen Weg ist Klarheit.

Ich will herausfinden, wer ich jetzt bin, was ich jetzt will und wo ich hin will.

Das mache ich jetzt mit Hilfe des Journals. Mein erster Punkt auf meinem neuen Weg.

Gedanken aufschreiben und schauen was in mir passiert. Was geht darin gerade vor sich, was ich selbst nicht ganz wahrnehme.

Ich mache das in Form eines Journals, in dem ich immer wieder meine Gedanken aufschreiben werde.

Sowohl die Gedanken, die aktuell da sind, als auch in den nächsten Tagen die Träume, die ich leben will.

Was will ich wirklich? Vor was halte ich mich eigentlich zurück?

Schreibst du ein Journal? Passt du noch in deine jetzige Hülle? Egal was dir durch den Kopf geht, schreib es mir in die Kommentare 🙂

 

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