Mein Business und ich brauchten in den letzten Wochen eine neue Ordnung. Ganz plötzlich fiel eines Tages alles in mir zusammen und ich fand keinen Sinn mehr in meiner Arbeit.

Nur eine Phase?

Wenn ich heute so darüber nachdenke eher nicht. Denn heute weiß ich, dass ich neue Wege einschlagen will und jetzt auch endlich soweit bin diese zu gehen.

Kennst du das Gefühl, wenn dir plötzlich kein gesetztes Ziel, keine Strategie und kein Plan für dein Business mehr richtig vorkommt? Wenn sich alles falsch anfühlt?

Dann lies weiter 😉


Selbstständigkeit – das ständige auf und ab

Damit meine ich nicht die Umsätze. Kennst du eher dieses hin und her zwischen Manischem entwickeln und umsetzen von Ideen. Diesen sogenannten Flow, den ich als kreativer Mensch so oft fühle? Und gleichzeitig die Tage an denen du absolut alles anzweifelst? Vom großen mega Projekt bis zur kleinen Art, wie du deine Rechnungen sortierst?

Meißtens gilt der Zweifel dann dir selbst.

Genau diese Arten von Zweifel haben mich also in den letzten Wochen gefangen gehalten.

Ich habe regelrecht an meinem gesamten Buiness, der Selbstständigkeit an sich und eigentlich können wir es zusammenfassen mit: meinem Leben gezweifelt.

Würdest du mich gerade sehen, würde dir trotzdem auffallen, dass ich gerade jetzt beim Schreiben dieses Textes hier sitze und lächle.

 


Verwirrtsein ist ok, Zweifel zu haben ebenfalls

Du kannst dir mich also als kleines verwirrtes und zweifelndes Weibchen vorstellen, welches auf ihrem Sofa saß und nicht mehr wusste wer sie ist. Das hat schon fast etwas komisches, wenn ich so darüber nachdenke.

Es hat mir wieder gezeigt wie wertvoll die Erkenntnis ist, was ich selbst persönlich für einen Weg in meinem Leben gehen will, für den Aufbau meines Business.

Alles hängt zusammen, unser Lebensweg und unser Business. Die Persönlichkeit, die dich ausmacht ist so ausschlaggebend dafür, wie du dein Business führst. Aber ebenfalls sind es deine Gedanken und deine Einstellung.

Mir wurde klar, dass es auch anderen Selbstständigen immer mal so geht. Wir sind alle manchmal an so Punkten, an denen wir an allem zweifeln.

Es ist ok, wenn du auf deinem Weg verwirrt bist und einfach nicht weißt in welche Richtung du gehen möchtest.

 
 

 


Selbstständigkeit ist ein verrücktes Abenteuer

Ein Abenteuer, welches nicht für jeden Menschen geeignet ist und auch nicht jedem Menschen gefällt. Ein Abenteuer, welches dich viel Kraft kosten kann und gleichzeitig so viel Power in dir zum Vorschein bringt. Denn mit jeder schwierigen Situation innerhalb der Selbstständigkeit hast du die Möglichkeit über dich selbst hinauszuwachsen. Dich neu zu entwickeln und Dinge zu testen, die andere Menschen sich niemals trauen würden.

Es ist ein ständiges Auf und Ab in vielen unterschiedlichen Bereichen: Businessaufbau, Stragieentwicklung, Selbsterkenntnis, Angebote (was wird gekauft und was nicht), Kunden, Umsatz und Zielsetzung.

Manches funktioniert genau so, wie du es geplant hast, anderes wirft dich richtig hart auf den Boden.

Du wirst Dinge entdecken, die du vorher nie wahrgenommen hast. Manches ist gut und anderes schlecht. Obwohl auch das sich dann wieder in der Zukunft wandeln kann.

Die Frage ist einfach nur, ob du dieses Abenteuer leben willst.

Das war die Frage, die ich mir gestellt habe ..

 


Will ich wirklich Selbstständig sein?

Bin ich bereit auch all die schlechten Seiten anzunehmen? Oder werde ich mich durch diese Dinge immer wieder ausbremsen lassen?

Je mehr ich darüber nachdachte, desto bewusster wurde mir, dass die Selbstständigkeit gar nicht so viele schlechte Seiten hat.

Klar ist es manchmal hart und blöd und unfair und alles.

Wenn ich aber ehrlich zu dir bin, liebe ich es diese Verantwortungen auf mich zu nehmen, Dinge zu regeln und immer wieder neue Ideen umzusetzen.

Ja, ich gebe sogar zu, dass ich dieses Jahr einen gewissen Spaß daran gefunden habe meine Steuern fertig zu machen. Ich gebe sie ja nur bei der Steuerberaterin ab, aber alleine die Vorbereitungen taten mir gut. Denn so hatte ich selbst einen viel besseren Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben. Das ist ja mit eines der Dinge, die viele besonders schlimm finden… Steuern machen gilt immer noch als der schlimmste Punkt unter Selbstständigen. Dieses mal habe ich mich wirklich gefragt warum. Auch Angestellte zahlen doch Steuern – das gehört nunmal dazu.

Kurz vom Thema abgekommen 😀

Zurück zu den schlechten Seiten.. die waren sehr wenig im Kontrast zu den guten Seiten.

Deswegen wurde mir sehr schnell klar: Ich liebe es Selbstständig zu sein!

 


Altes abwerfen und neuen Dingen Raum geben

Das Loslassen im Leben so eine große Rolle spielen kann, war mir nie richtig bewusst.

Bis zu diesen Wochen.

Denn ich erkannte ebenfalls, dass ich zwar die Selbstständigkeit will, aber viele Dinge einfach nicht mehr überdacht hatte, die zwar früher zu mir gepasst haben, mittlerweile aber nicht mehr.

Diese Ehrlichkeit mir selbst gegenüber hat mich dann dazu bewegt endlich noch mal mein gesamtes Business genauer unter die Lupe zu nehmen. Mir sind viele Punkte aufgefallen, die ich nur noch gemacht habe, weil ich sie eben immer gemacht habe. Sie machten mir aber schon lange keinen Spaß mehr und einen Sinn fand ich darin auch nicht mehr.

Es wurde Zeit diese Sachen loszulassen.

Das hört sich für viele bestimmt jetzt seltsam an, aber es war so schwer nur darüber nachzudenken, dass ich erstmal geheult habe. Das war alles so lange ein Teil meines Lebens.

Trotzdem standen diese Dinge eindeutig mir, meinem Business und damit meinem Erfolg im Weg.

Ich musste sie loslassen.

Und damit wurde Raum frei.

Raum für neue Ideen und neue Projekte, die sich viel leichter angefühlt haben. Sie jetzt umzusetzen ist natürlich viel Arbeit, aber es fällt mir viel leichter. Ich fühle mich frei. Es macht wieder alles Spaß und ich spüre diese Veränderung, Wandlung und Weiterentwicklung in mir, die ich so lange ersehnt habe.

Ich wachse wieder.

 


Hast du Zweifel an deinem Business?

Wenn es dir genauso geht und du einfach nicht weiter weißt, dann helfen dir vielleicht die Dinge, die ich getan habe.

  1. Herausfinden, ob du wirklich Selbstständig sein willst: Schreibe dir eine Pro und Kontra Liste auf. Was ist für dich positiv und was negativ? Könntest du mit den negativen Seiten leben? Lassen sie sich verändern in positivere Seiten?

  2. Ein paar Tage mal nicht an dein Business denken und dich hängen lassen: Das fiel mir schwer, aber mein Kopf hat sich gereinigt. Ich bin spazieren gegangen, habe gelesen, fern gesehen, nur gegessen was ich wollte (Fastfood ich komme), Yoga gemacht und meditiert. Was kannst du dir Gutes tun?

  3. Alles aufschreiben, was zu deinem Business gehört: Passt das alles noch zu dir? Musst du etwas endlich loslassen und neue Projekte beginnen? Schreib es dir auf!

  4. Dein perfekter Tag / Deine Vision: Falls du es vor Jahren schon einmal erfasst hast, dann mach es noch einmal neu. Deine Vision kann sich immer wieder verändern und sich wandeln. So wie du dich veränderst kann sich auch dein Weg verändern. Erlaube dir neu deinen Träumen hinterherzujagen und sie Wirklichkeit werden zu lassen. (Dazu schreibe ich in den nächsten noch mehr 😉 )

  5. Erlaube dir einfach mal nicht zu wissen welche Schritte du als nächstes tun willst: Was ich gemerkt habe, ist, dass kaum ein Mensch den ultimativen Plan hat. Wir wissen zwar oft in welche Richtungen wir gehen wollen und setzen diese Schritte dann auch um, trotzdem ist alles im Wandel. Akzeptiere dass dies bei dir zu einer inneren Unordnung führen kann. Das ist schwer am Anfang, aber du wirst dich leichter fühlen, wenn du dich nicht jeden Tag für deine nicht erfüllten Aufgaben bestrafst.

 

Wie sind deine Gedanken zu meinen Gedanken 😉 Schreib es mir in die Kommentare!