Hey Businesslady,

es ist jetzt Ende des Monats. Der Juni geht vorbei und morgen startet der Juli. Wieviel hast du in diesem Monat eingenommen?

Fühlst du dich schlecht, weil es wieder nicht gereicht hat, um deine Fixkosten zu bezahlen? Wieder nicht das Ergebnis geschafft, was du dir seit Monaten als Ziel gesetzt hast. Das Ziel, was du jedem ins Gesicht gesagt hast und für das dich alle nur belächelt haben.

Ja, spätestens Morgen gehen die Fragen wieder los: Und hast du jetzt endlich mal Geld mit deinem Business eingenommen. Und ja, dann darfst du auch diesen Monat sagen: Nein habe ich nicht.


Du zweifelst an dir

Schon jetzt sitzt du an deinem Rechner und checkst dein Konto. Leer. Sehr leer. Und schon kommen die Zweifel in dir wieder hoch:

  • Mache ich hier wirklich das Richtige?

  • Hätte ich doch im Angestelltenverhältnis bleiben sollen?

  • Haben alle recht und meine Idee ist Schwachsinnig?

  • Sollte ich wieder aufhören und den Job annehmen, der mir einfach keinen Spaß macht?

  • Vielleicht bin ich einfach nicht gut genug für das alles hier!

Genau nach den Gedanken folgt wieder: Was denken die anderen jetzt schon wieder von mir.

Sie gucken dich immer so an, als würdest du etwas hinterherrennen, was niemals geschehen wird und tun so, als würdest du sinnlose Dinge machen. Wo sie doch in ihren guten Jobs sitzen und monatlich ihr Geld bekommen.

Ja, sie sind nicht besonders glücklich wegen dem Job, aber hey, sie haben monatlich das Geld auf dem Konto.

Und du? Du rennst deinen Träumen hinterher und machst da irgendwas, was sich niemand genau erklären kann.

 

 

 


Erfolg und Geld

Sei einmal ehrlich zu dir: Verbindest du deinen Erfolg mit deinem Geld? Also je mehr Geld du einnimmst, desto erfolgreicher bist du?

Für mich sind diese beiden Dinge immer noch viel zu stark verknüpft. Denn dadurch passiert genau das was ich dir oben beschrieben habe: Mit jeder Zeit in der ich unter meinem Geldziel liege fühle ich mich einfach nur noch schlechtnutzlos und erfolglos.

Das war mir lange Zeit gar nicht so genau bewusst. Bis ich dann mal dahinter geguckt habe, warum ich überhaupt Geld einnehmen will.

Ja, natürlich müssen wir unsere Fixkosten reinbekommen. Aber wie oft sind es gar nicht diese Fixkosten um die es uns wirklich geht.

Denn was passiert, wenn du deine Fixkosten einnimmst? Du wirst dich gut fühlen, aber glaubst du wirklich die Zweifel verschwinden? Glaubst du wirklich die Menschen um dich herum werden dich dann mehr respektieren und dich ab dem Moment voll und ganz in deiner Selbstständigkeit unterstützen?

Weißt du was bei mir in den meisten Fällen passiert ist, als ich dann mein Geldziel erreicht hatte? Die Menschen haben diesen Satz gesagt und alles ist wieder in mir zusammengefallen:

Das kann auch wieder schlechter werden! Da würde ich mich jetzt gar nicht so drüber freuen!

Bääm. Da ist er. Der Satz, der mich immer wieder an meinem Gelderfolg hat zweifeln lassen. Denn ja, sie hatten ja recht. Der nächste Monat kann schon wieder schlechter aussehen.

Und schon ging die Spirale der Angst und der Zweifel wieder von vorne los.

 


Erfolg braucht Zeit und Umsatzsteigerung auch

Das hören wir beide nicht gerne oder? Aber nach 6 Jahren Selbstständigkeit kann ich dir eindeutig sagen, dass beides Zeit braucht.

Zeit um zu wachsen. Nicht nur dein Business, sondern auch du musst genau in diese Dinge hereinwachsen.

Das hört sich nämlich so toll an: Jeder kennt mich, weiß was ich mache und will meine Produkte. Mein Umsatz verzehnfacht sich jeden Monat und liegt bei 24.075 € pro Stunde.

Aber denk mal darüber nach, wenn das wirklich der Fall ist?

Wie gehst du dann damit um?

Morgen früh stehst du auf und hast diese Einnahmen.

Denkst du für dich ändert sich sofort alles?

Was ist, wenn du dann plötzlich nicht mehr an deinem Business arbeiten willst und keine Leidenschaft mehr spürst. Es läuft ja – wozu noch anstrengen. Mir wäre das zu wenig.

Ein bisschen Einsatz und Ausdauer braucht ein Business einfach. Ok, ich gebe es zu, manchmal sehr viel Einsatz, Ausdauer, Tränen und Schreie 😀

Aber hey, wir beide leben hier unseren Traum und niemand hat gesagt, dass es einfach wird.

(Außer natürlich die Spinner, die sagen, dass du innerhalb von einer Nacht mega erfolgreich sein kannst und 10.000 € einnimmst. Aber die beachten wir mal nicht. Die Realität sieht anders aus.)

Und ich finde genau das ist gut so!

Denn mich würde das alles viel zu sehr überschwemmen und ich wüsste gar nicht wie ich im ersten Moment damit umgehe.

Mal ganz abgesehen davon, dass du die Dienstleistungen oder Produkte ja auch herstellen musst, wenn sie sich so oft verkaufen und es eben keine E-Books, Onlinekurse oder andere Dinge sind, die du nur einmal produzieren musst.

Große Unternehmen planen Umsatzsteigerungen übrigens immer für ein Jahr. Jedes Jahr wollen sie insgesamt eine Steigerung sehen.

Warum machen wir kleineren Selbstständigen uns das Leben so schwer und wollen jeden Monat unseren Umsatz verdoppeln? (Nullen kann man übrigens nicht verdoppeln. 😀 )

 


Dein Umfeld wird nicht besser reagieren

Jetzt hast du die Menschen um dich herum, die dich verurteilen dafür, dass du zu wenig Geld einnimmst. Wobei sich mir dabei immer die Frage stellt: Warum ist das gerade für diese Menschen so ein Problem? Denn oft haben sie mit unseren Finanzen gar nichts zu tun. Trotzdem wird das immer wieder bei Selbstständigen als Ersatz für den Erfolg angegeben.

Aber nehmen wir mal an du stehst jetzt Morgen früh auf und wie durch ein Wunder hast du das 5-fache von deinem Geldziel eingenommen.

Glaubst du wirklich die Menschen um dich herum werden dann positiver reagieren? Ich vermute eher nicht. Denn es liegt einfach daran, dass sie negativ gegenüber deiner Selbstständigkeit eingestellt sind. Entweder finden sie dann andere „Probleme“ oder sie tun so, als wäre auch dieses Geldziel nicht gut genug.

 


2 Tipps für dich

Mir haben zwei Sachen geholfen besser damit zurechtzukommen, wenn mal kein Geld oder nicht ganz mein Geldziel auf meinem Konto zu finden ist:

  • Mir bewusst machen, was Erfolg für mich bedeutet. Dann ganz klar sehen, ob diese Dinge denn geschehen. Mir diese kleinen Erfolge jeden Tag aufschreiben.

  • Mir wieder ins Gedächnis rufen, warum ich Selbstständig bin. Ich will Menschen helfen und sie wachsen lassen. Sowohl, wenn ich als Grafikerin Design entwickle, die die Unternehmerinnen bei ihrem Markenaufbau unterstützen, als auch jetzt hier auf wominess. Es soll dich weiter bringen. Jeder meiner Texte hier soll dir helfen und dich auf neue Wege und Gedanken bringen.

Klar ist, dass es natürlich auch im Businss um Einnahmen geht. Ja, ich bin sogar absolut dafür, dass du dir Geldziele setzt. Realistische bitte! Und sei auch so, dass du deine Preise so kalkulierst, dass du dich damit gut fühlst. Verdiene was du wert bist!

Aber, Geld sollte nie an erster Stelle stehen, wenn du dich Selbstständig machst. Denn so verrennst du dich schnell und denkst nur noch an die Einnahmen und Ausgaben.

Das ist nicht gut für dich, da die Kunden dann nur noch zu Geld für dich werden und nicht mehr ihr Bedarf in deinem Fokus steht. Und das solltest du immer beachten: wie kannst du deinen Kunden helfen? Wie löst du ihr Problem?

 


Erlaube dir, dass du Zeit brauchst

Es lohnt sich. Das will ich dir nur sagen. Es lohnt sich jetzt diese Zeit durchzustehen und weiter an deinem Ziel zu arbeiten. Überlege, was du verbessern kannst. Denn immer, wenn du noch nicht sehr bekannt bist, noch nicht mega erfolgreich bist und noch nicht mega viel Geld verdienst, hast du die Möglichkeit die kleinen Baustellen und Stellschrauben zu verbessern.

Nutzte diese Anfangszeit um besser zu werden, zu wachsen und Höhen und Tiefen so zu durchleben, dass du auch in späteren Zeiten immer wieder die Kraft findest aus Tiefen hervorzugehen.

 

Wie stehst du zu dem Thema? Belastet es dich? Hast du weitere Tipps, wie ich damit umgehen kann? Schreib es in die Kommentare 😉

 

Merken