Die liebe Eva Laspas von der Akademie Schreiben lernen hat zu einer wunderschönen Blogparade eingeladen mit dem Thema „So schreibe ich“. Ich finde das Thema wirklich schön und möchte dir deswegen heute erzählen was das Schreiben für mich bedeutet.

Schreiben ist für mich immer ein Prozess bei dem ich mich gefühlt selbst therapiere. Oft fliessen die Themen aus mir heraus und gleiten wie von selbst auf das Papier (oder eben in den Rechner). Durch jedes neue Schreiben verändert sich etwas in mir. Ich lasse Themen los, die schon lange nicht mehr zu mir gehören und finde gleichzeitig neue Dinge über das Leben und mich selbst heraus.


Als ich mit dem Schreiben begann …

Das Schreiben habe ich erst auf dem anderen Weg kennengelernt: Dem Lesen.

Ich habe schon immer sehr viel gelesen. Als Kind waren Bücher meine ständigen Begleiter und auch heute noch habe ich immer mindestens 3-6 Bücher die ich gleichzeitig lese. Viele verschiedene Themen finden dabei zu mir ihren Weg. Ich bin vielseitig interessiert und neige auch dazu einfach Abends im Bett Kitschromane zu lesen. Das entspannt mich und regt meine Fantasie an.

Mir war schon schnell klar, dass ich Autorin sein will. Ich habe den Traum allerdings lange zur Seite gelegt. Gestartet bin ich dann vor mehr als 5 Jahren mit dem Bloggen.

Das war noch mal eine andere Art des Schreibens. Allerdings hat mich das dahin geführt, dass ich in diesem Jahr mit meinem ersten Roman begonnen habe. Ich wechsle gefühlt die Perspektive – vom Lesen zum Schreiben – und damit auch in eine neue Richtung der Schreibart.

Denn mein Roman ist eine Geschichte und das ist für mich noch mal eine ganz neue Art zu schreiben und etwas sichtbar zu machen durch Wörter.


Schreiben ist wie eine Therapie

Für mich gibt es nichts besseres als meine Gedanken herauszuschreiben. Zu schreiben und die Wörter, die seit Tagen und manchmal Wochen in mir hin- und herschwirren. Es gibt Blogartikel von mir, die wirklich innerhalb von 10 Minuten in einer extremen Geschwindigkeit aus mir herausgeflossen sind. Ohne zu überlegen, denn die Worte liegen in mir bereit. Ich spüre dann innerlich so eine Art Druck und bin absolut im Flow sobald meine Finger die Tastatur berühren.

Die Worte fliegen aus mir heraus und landen in halbwegs geordneter Form in einem ganzen Satz. Manchmal ist alles gefühlt durcheinander und ergibt doch am Ende einen Sinn. Etwas was mir sehr wichtig ist, denn ich suche immer nach dem Sinn in allem was ich tue.

So sind diese Zeiten in denen ich schreibe wie eine Therapie für mich. Ich setze mich gemütlich hin, trinke einen Kaffee und habe oft eine Kerze dabei an. Musik brauche ich nicht jedesmal, denn ich versinke in den Zeilen und bin absolut fokussiert auf das was ich schreibe.

Die Worte fallen aus mir heraus und ich fühle mich befreit. Befreit von den Gedanken. Gedanken, die manchmal sehr schwer in mir liegen und einfach endlich raus müssen.

Das Schreiben bietet mir eine Möglichkeit zu kommunizieren und andere an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.


Schreiben ist Kunst

Meine kleine Therapie des Schreibens ist ebenfalls meine Art mich auszudrücken. Das hängt für mich immer Stark mit Kunst zusammen. Ich kann meine Gedanken durch Buchstaben und Worte auf ganz eigene Art sichtbar machen. Schreiben in meinem Stil und mit den Worten in denen ich meine Gedanken selbst höre. Es ist für mich eine ganz wundervolle Art mich für andere zu öffnen.

Ich bin eher introvertiert und spreche nicht so gerne. Doch beim Schreiben kann ich mich öffnen. Schreiben befreit mich und ja, ich fühle mich dabei sogar noch mal sicherer als beim Sprechen.

Es beruhigt mich, wie es andere beruhigt zu malen.

Ich bin absolut fokussiert und spüre wie es mich innerlich stärker macht.

Mir hat es in so vielen Lebensphasen geholfen meine Gedanken aufzuschreiben und mit dir zu teilen. Denn ganz oft passiert es, dass du etwas liest und dann irgendein Wort oder ein Satz dich verändert. Dir eine neue Sicht auf die Welt, das Leben oder ein bestimmtes Thema gibt.

Es fühlt sich für mich einfach jedesmal schön an, wenn ich merke meine Texte haben einen Sinn für dich. Sie bringen dich weiter und stärken dich.

Ja, Worte haben eine Kraft uns neue Horizonte zu eröffnen. Uns neues zu sehen und so unsere Komfortzone zu erweitern.


Schreiben für dich selbst

Doch schreiben muss nicht immer für andere sein. Schreiben kann auch für dich selbst sein.

Morgens deine Gedanken vor dem Aufstehen niederzuschreiben kann dir helfen dich mit Klarheit auf den neuen Tag zu freuen. Denn es ordnet dich und lässt deine negativen Gedanken erst einmal aus deinem Kopf.

Auch Tagebuch oder Journal schreiben hilft dir dich mehr auf die schönen Dinge im Leben zu fokussieren. Hast du schon mal jeden Tag aufgeschrieben wofür du dankbar bist? Das stellt deine ganze Sicht im Leben auf Erfüllung und Reichtum um.

Es gibt viele Möglichkeiten einfach für dich zu schreiben. Auch ganz viele Arten. Alles davon hilft dir mehr über dich selbst herauszufinden.

Mir hilft dabei immer wieder am meisten das Schreiben für 10 Minuten ohne den Stift absetzen zu dürfen. Das mache ich dann sogar total offline mit einem Füller und einem schönen Blatt Papier.

Denn neben dem Schreiben am Rechner liebe ich es einfach mit einem schönen Füller zu schreiben. Es ist noch mal eine andere Art für mich. Denn ich bin dann nicht so schnell als wenn ich tippe. Doch es kommen dadurch noch ganz andere tief sitzende Worte herauf. Worte, die ich vielleicht sonst nicht sagen würde.

Du siehst also, dass das Schreiben für mich eine besondere Bedeutung hat. Ich weiß, dass viele vor dem Schreiben zurück schrecken, denn sie haben Angst Fehler zu machen. Fehler in der Rechtschreibung. Und weißt du was? Die mache ich auch in jedem meiner Texte. Vorallem das Komma ist so eine Sache bei mir. Doch mir ist das Schreiben an sich einfach noch viel wichtiger. Wenn der Text eine Aussage und einen Sinn hat, dann ist es mir als Leser völlig egal, ob Fehler im Text sind.

Das einfach nur, um dir Mut zu machen trotzdem zu schreiben.

Und jetzt los: Schreib mir in die Kommentare wie du über das Thema denkst! 🙂

Vielleicht bist du noch ganz neu hier und möchtest dir erst einmal meinen Vlog ansehen, meine Blogbeiträge lesen oder dich zum Newsletter anmelden (was du gerne hier machen kannst!).

Oder du spürst, dass du mehr Unterstützung von mir brauchst? Dann schau dir einfach einmal die Gesprächsstunde an, in der wir beide uns alleine über dein Thema unterhalten.

Wenn du bereit bist für mehr Austausch in einer Gruppe, dann werde gerne eine Silentpower-Lady. Wir sind eine wundervolle Gruppe, die mit dir gemeinsam jeden Monat kraftvoller auf leise Weise werden will! Du kannst dabei selbst entscheiden wie oft du bei uns mitredest und schreibst. Wir haben auch ganz viele stille Mitglieder, die einfach gerne dabei sind. Auch das ist schön 🙂

So und jetzt würde ich sagen: Hab eine schöne Zeit hier!

Alles Liebe

PS: Ich bin neugierig, wie du dich bei diesem Thema fühlst und was du denkst. Schreib es mir gerne in die Kommentare 🙂

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