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Fällt es dir schwer Grenzen zu setzen?

Grenzen zu setzen ist als leise Businesslady gar nicht einfach. Mir fällt es regelmäßig schwer nein zu sagen. Denn natürlich musst du nicht nur den Menschen nein sagen, die für dich gar nicht so relevant sind. Genauso musst du deine Grenzen setzen bei Menschen die dir wichtig sind.

Genau das fällt mir immer wieder besonders schwer.

 


Du kannst nicht jedem helfen

Ich wünschte ich könnte dir sagen, dass ich genau diesen Punkt mittlerweile gelernt habe. Habe ich aber nicht. Ich bin immer noch so, dass ich mehr daran denke anderen zu helfen, als mir selbst. Ich frage mich viel zu häufig, wie es der anderen Person gehen könnte, wenn ich jetzt nicht da bin.

Das folgt ja bei vielen Dingen:

  • Wenn ich nicht schnell genug ans Telefon gehe (oder gar keine Lust habe zu telefonieren.. das mag ich nämlich gar nicht gerne)

  • Wenn ich Nachrichten nicht schnell genug beantworte..

  • Wenn ich die Aufgaben die von allen Seiten täglich auf mich zukommen nicht schnell genug erledige

  • Wenn ich keine Lust habe mit jemandem was zu unternehmen

Alles mögliche was dazu kommt. Ich könnte mich natürlich jetzt hier hinstellen und dich volljammern damit, dass keiner meine Grenzen ernst nimmt.

Ich habe jedoch erkannt, dass nur ich selbst diese Grenzen erstmal definieren kann, deutlich machen und dann die anderen Menschen diese Grenzen auch wahren können.

Woher sollen sie sonst wissen, dass dies Grenzen bei mir sind.

 

 


Kennst du deine eigenen Grenzen?

Bis wohin kannst du gehen? Wo liegen die Grenzen, die dich wertvolle Energie kosten? Wo liegen die, die einfach von deiner Seite aus nicht mehr übertretbar sind, weil du dich damit selbst belasten würdest?

Erst einmal zu erkennen welche Grenzen ich selbst habe hilft mir sehr zu sehen, ob ich selbst diese überhaupt wahr nehme.

Nehme ich mir wirklich die Zeit für mich, die ich brauche?

Versorge ich mich mit den Dingen, die ich und mein Körper brauchen?

Und ja, leider muss ich diese Fragen an mich selbst viel zu häufig mit nein beantworten. Bei mir ist oft dieses Gefühl da, dass ich meine eigenen Grenzen nicht mehr bewusst wahr nehme.

Deswegen ist es schon länger für mich ein ständiges hinterfragen: Geht es dir gerade gut damit?

Das hilft mir dann doch wieder mich zu fokussieren und meine Grenzen zu erkennen.

 


Darf ich jetzt dazu nein sagen?

Darf ich einfach mal nein sagen, wenn mir danach ist? Ist das dann egoistisch oder doch eher eine Fürsorge für mich und meine eigenen Bedürfnisse?

Immer wieder kommt natürlich dann in mir die Frage hoch, ob ich jetzt egoistisch bin. Müsste ich mich nicht um die anderen Menschen und ihre Probleme und Sorgen kümmern? Für sie da sein, sie unterstützen und ein offenes Ohr haben?

Doch ich merke einfach, dass es mir schwer fällt. Vermutlich fällt das sogar jedem Menschen schwer. Denn bei all den Dingen die im Leben passieren kannst du einfach nicht jedem Menschen helfen und für sie 24 Stunden da sein.

Und ich gebe zu, dass ich das auch gar nicht möchte. Denn ich möchte auch für mich da sein. Mich wertschätzen und mir selbst etwas gutes tun.

 


Was würde dir jetzt gut tun?

Stellst du dir selbst diese Frage? Anstatt dich nur auf die anderen Menschen zu fokussieren, frag dich doch einfach mal, was dir selbst gut tun würde. Was würde dich jetzt gerade glücklich machen?

Wenn du dann merkst was du brauchst, versuch es dir zu geben. Sei für dich selbst da. Manchmal ist es schon eine Tasse Tee oder ein bisschen Zeit für dich, die dich glücklicher machen.

Bei mir ist es immer mehr die Zeit für mich und die Zeit in der ich Ruhe finden kann. Ein Buch lesen oder etwas schreiben. Mich einfach treiben lassen. Ich brauche diese Auszeiten, um wieder mehr Energie zu haben.

 


Wie oft sagst du „ja“ obwohl du eigentlich „nein“ sagen wolltest?

Ich habe mal gelesen, dass ein ja zu anderen ein nein zu dir selbst ist. Und ja, das stimmt sehr, wenn ich darüber nachdenke.

Ich spüre es bei mir zur Zeit wieder sehr deutlich, da ich mich viel zu wenig auf meine eigenen Projekte konzentriere. Erst dachte ich die letzten Tage, dass ich Ruhe brauche im Sinne von auf dem Sofa liegen und lesen. Doch jetzt beim Schreiben merke ich, dass ich eher Ruhe und Zeit brauche für die Dinge die ich selbst machen möchte.

Da liegen nämlich noch ganz schöne Dinge auf meinem Ideentisch, die in die Welt kommen wollen. Und ja, das bedeutet, dass ich zu einigen Dingen in nächster Zeit noch mal nein sagen muss.

Es kann sein, dass sich dann einige Menschen wieder vor den Kopf gestossen fühlen. Das kennst du bestimmt auch, wenn du dann spürst, wie es sie stört, dass du jetzt mal nicht für sie da bist. Ich jedenfalls merke es dann sehr deutlich. Das verletzt mich sogar in dem Moment. Ich frage mich dann allerdings schnell wieder: Tut es mir denn jetzt gut, wenn ich die Zeit lieber für mich nutze?

Wenn die Antwort ja ist, dann merke ich, dass das Problem nicht meines ist, sondern es ist das Problem der Person die nicht mal auf mich verzichten kann.

Niemand kann von dir verlangen, dass du immer für die andere Person da bist. Du hast ebenfalls ein Recht auf deine eigene Zeit und du darfst sie dir so einteilen, wie du es für dich am schönsten findest.

Das vergisst auch du vielleicht oft. Wir leisen Businessladys haben das alle immer mal wieder, dass wir eine Person vergessen:

Dich selbst!

Wann fällt es dir schwer Grenzen zu setzen?

By | 2018-06-04T07:49:42+00:00 März 1st, 2018|Leben|1 Comment

About the Author:

Ich bin übrigens Verena. Deine leise Gefährtin hier auf wominess. Vor ein paar Jahren habe ich durch jemanden entdeckt, dass ich hochsensibel bin. Während ich mich damals darüber informiert habe was das überhaupt genau ist, fand ich ebenfalls heraus, dass ich introvertiert bin. Eine schöne Mischung, die mich auf so vielen Ebenen mehr fühlen und tiefer in mir ruhen lässt.

One Comment

  1. Sonja Kleiser März 2, 2018 at 5:01 pm - Reply

    Da ist was dran, Verena. Mir geht es oft ähnlich. Und das, obwohl ich,wie du auch, schon früher im Leben spüren musste, was passiert, wenn man zu wenig auf sich Acht gibt. Was mir hilft, ist eine „Regel“, die ich in einem Mütterforum mal aufgeschnappt habe: Du musst dich immer zuerst um dich selbst kümmern (und dann um das Kind). Denn du hilfst niemandem, wenn du irgendwann gar keine Kraft mehr hast. Gerade als Mutter versuche ich, mich daran zu halten, auch wenn es mir manchmal schwer fällt. Ich bin meinem Sohn keine Hilfe, wenn ich nicht auf mich und meine Energiereserven aufpasse.

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