In den letzten Wochen bin ich zwei mal beim Zahnarzt gewesen. Jedes mal wurde mir eine Seite meiner Zähne behandelt. Jedesmal kam ich mit einer betäubten Wange nach Hause.

Jedesmal hatte ich den neuen Termin zur Zahnreinigung gemacht.

Ich hab sogar zweimal mit der Frau am Schalter gesprochen. Alle sind lieb und freundlich zu mir. Ich habe mich wohl gefühlt.

Doch trotzdem laufe ich schnell raus und schleiche Zuhause um mein Telefon herum.

Ich mache einfach diesen Termin nicht.

Denn für mich ist es schwer.


Wie reagieren die Leute?

Termine beim Arzt oder sonst wo sind für mich immer eine Herausforderung. Das mag total komisch klingen für dich, oder du weißt gerade genau was ich meine.

Bis ich einen Termin mache und mich wirklich bewusst dafür entscheiden vergehen manchmal Monate. Ja, du liest richtig! Bis ich zum Beispiel für mein Business meine Coach Theresa Ehsani gebucht habe, die mir hilft meine Marke aufzubauen hat es.. ich lüge nicht: 6 Monate gedauert. Also 6 Monate bis ich ihr endlich eine E-Mail geschrieben habe und dann noch mal 5 Monate bis wir gestartet sind 😀 Das hätte ich übrigens schon viel eher machen sollen.

Aber nein, auch hier hatte ich wieder Angst. Dabei mag ich sie sehr und hab mir lange Zeit ihre Blogpost und alles was sie herausbringt angesehen.

Und auch bei Frisörterminen und Ärzten geht es mir genauso: Ich warte ab.


Worauf warte ich eigentlich?

Ich weiß gar nicht worauf ich warte? Manchmal auf ein Zeichen. Keine Ahnung, wie das aussehen soll. Manchmal brauche ich noch ewig, um zu überlegen, ob das jetzt richtig ist. Ich schiebe es aus vielen Gründen vor mich her und warte immer wieder.

Doch leider warte ich immer mit Dingen, die für mich wertvoll und gut sind.


Bin ich mir das wert? Darf ich mir das gönnen?

Dabei stehen diese zwei Fragen im Raum. Immer wieder leuchten sie mich an und fliegen in meinem Unterbewusstsein hin und her.

Verbunden mit der Angst, dass die jeweiligen Menschen mich dann doch nicht haben wollen: Als Patientin oder als Kundin.

Das ist natürlich Schwachsinn, doch ich frage es mich oft. Bin ich da willkommen? Ich zweifle, aber auch nur, weil ich mich davon abhalten will den Termin zu machen.

Diesen einen ersten Termin. Diesen, der alles verändern könnte und mir eine neue Richtung geben würde.

Denn da steckt auch wieder die Angst hinter, dass sich dadurch etwas verändert. Vorwiegend ich mich verändere. Denn das tue ich. Selbst durch den Termin heute beim Zahnarzt habe ich mich verändert. Denn als die Ärztin dann zu mir sagte: Alles ist wieder ok. Wir sehen uns in einem halben Jahr!

Da war ich froh. Da war ich glücklich. Da habe ich erkannt, dass es mir jetzt viel besser geht.

So ist es auch bei meiner Coach für das Business. Alles hat sich seitdem zum Positiven verändert.

Und so ist es auch immer wieder bei anderen Terminen, die ich dann doch gebucht habe. Zu denen ich dann doch das erste mal gegangen bin.


Über meinen Schatten springen

Viel zu oft warte ich bis der Schatten sehr nahe zu mir kommt. Sozusagen zu dem Zeitraum an dem ich kaum noch Zeit habe zu überlegen. An dem ich einfach springen will.

Doch weißt du was: Ich glaube, dass ich mir dadurch sehr viele wundervolle Erlebnisse verbaue. Sehr viele Momente und Chancen, die ich doch eigentlich schon viel eher hätte nutzen sollen.

Viele Termine, die ich schon viel eher hätte buchen sollen.

Über meinen Schatten zu springen hat sich in vielen Momenten zu etwas erfüllenden entwickelt. Doch habe ich davor immer sehr lange gebraucht, bis ich gesprungen bin.


Termine lösen Druck bei mir aus

Als Introvertierte schrecken mich Termine erst mal ab. In der Regel freue ich mich auf meine Termine die ich habe. Denn die Menschen kenne ich oder ich lerne neue Menschen kennen, bei denen schon durch eine Nachricht deutlich zu spüren ist, dass wir uns mögen.

Doch Termine sind trotzdem ab dem Moment in denen ich sie vereinbare mit einem kleinen Druck hinterlegt. ich überlege nämlich ab dem Zeitpunkt unbewusst, wie der Termin verlaufen wird.

Mein introvertierter Anteil in mir möchte sich ja grundsätzlich lieber verstecken und alleine herumwuseln. Deswegen ist es dann immer wieder ein seltsames Gefühl in mir. Manchmal kommt es auch vor, dass ich Termine absagen will, obwohl ich mich auf die Termine freue.

Verrückte Sache.

Ich merke allerdings, dass ich mir den Druck nehmen kann, in dem ich mich positiv auf die Termine einstimme. Sobald die Termine losgehen bin ich übrigens total entspannt.

Doch es ist immer wieder die Zeit davor, vom Termin machen bis zu dem Moment, wo der Termin startet, die mich leicht nervös machen.


Egal, ob privat oder geschäftlich

Jeder Termin bringt diese Nervösität mit sich. Dieses leichte unwohlsein und dieses Gefühl mich verstecken zu müssen.

Als Hochsensible spüre ich dann immer wieder auch in die Person hinein mit der ich den Termin habe. Freut sie sich auch? Ist sie auch nervös? Und ja, das geht auch über Entfernungen.

Das scheue sensible Reh in mir fühlt sich einfach sicherer im geschützten Wald.

In der Insider-Community hatten wir in der letzten Zeit ebenfalls oft das Thema Termine. Dabei ging es eher um den Energieverlust, den wir bei Terminen spüren. Viele Termine sind sehr anstrengend für uns. Das hat noch nicht mal was mit den Personen zu tun.

In der letzten Woche hatte ich sehr viele Termine. 2 an einem Tag und das 5 Tage lang, sind für mich viele Termine. Denn jeder Termin braucht Aufmerksamkeit und bringt mich viel zum Nachdenken. Es sind in dem Fall Personen gewesen mit denen ich mich  gerne zu Terminen zusammensetze. Doch am Samstag lag ich dann erst einmal mit Kopfschmerzen mehrere Stunden im Bett. Die Migräne hatte zugeschlagen. Für meinen Kopf waren die ganzen Infos und Gefühle in der Woche einfach am Ende doch zu viel.

Ich brauche dann die Zeit, um wieder abzuschalten. Deswegen lege ich im November auch einen kleinen Terminstopp ein. Ich reduziere meine Termine auf 1-2 die Woche. In der restlichen Zeit widme ich mich meinen Kunden und Projekten.

Denn so kann ich einfach mal wieder einen Monat zur Ruhe finden. Mich selbst mehr spüren und nicht so viel von anderen Menschen die Emotionen aufnehmen. Das passiert mir durch die Hochsensibilität nämlich sehr schnell. Ich versetze mich so oft in den Terminen in die Menschen hinein. Fühlen sie sich gerade wohl? Geht es ihnen gut? Das ist zwar schön, doch zieht auch ganz schön an meiner Energie.

Vielleicht bist du noch ganz neu hier und möchtest dir erst einmal meinen Vlog ansehen, meine Blogbeiträge lesen oder dich zum Newsletter anmelden (was du gerne hier machen kannst!).

Oder du spürst, dass du mehr Unterstützung von mir brauchst? Dann schau dir einfach einmal die Gesprächsstunde an, in der wir beide uns alleine über dein Thema unterhalten.

Wenn du bereit bist für mehr Austausch in einer Gruppe, dann werde gerne eine Silentpower-Lady. Wir sind eine wundervolle Gruppe, die mit dir gemeinsam jeden Monat kraftvoller auf leise Weise werden will! Du kannst dabei selbst entscheiden wie oft du bei uns mitredest und schreibst. Wir haben auch ganz viele stille Mitglieder, die einfach gerne dabei sind. Auch das ist schön 🙂

So und jetzt würde ich sagen: Hab eine schöne Zeit hier!

Alles Liebe

PS: Ich bin neugierig, wie du dich bei diesem Thema fühlst und was du denkst. Schreib es mir gerne in die Kommentare 🙂

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