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Fällt dir Small-Talk auch so schwer?

Fällt dir Small-Talk auch so schwer? Für mich ist es immer wieder eine Herausforderung. So sehr, dass ich mir irgendwann Strategien überlegt habe, damit mir Small-Talk leichter fällt.

Heute möchte ich diese mit dir teilen.

Small-Talk kann sehr anstrengend sein für uns leise und sensible Frauen. Sind dann auch noch sehr viele Menschen um uns herum zieht es unsere Energie und Kraft.

 


Letzte Woche war ich auf einem Firmenjubiläum meiner Design-Kunden. Es wurden 80 Leute erwartet plus die Menschen der Firma selbst.

Also 100 Menschen die vielleicht mit mir sprechen wollten.

Ja, ich bekam wieder leichte Angst und Panik.

Denn so etwas hat mich früher schnell überfordert und ins Schwitzen gebracht.

Was sollte ich sagen? Was wird von mir erwartet? Wird überhaupt was erwartet? Vielleicht nimmt mich keiner wahr oder ich werde aus welchen Gründen auch immer auf eine Bühne gezerrt und ins Scheinwerferlicht gestellt.

Diese Gedanken kreisen dann in sehr schneller Geschwindigkeit immer wieder in meinem Kopf hin und her. Natürlich sind alle eigentlich nicht wahr. Doch mein Kopf lässt sie mich trotzdem alle einzeln fühlen.

Kennst du das?

Große Veranstaltungen sind eine Fläche auf der viel Small-Talk gehalten wird. Gerade im Geschäftlichen Bereich geht es selten um tiefgehende Gespräche – warum auch?

Es wird eher über das Geschäft, Wetter oder Buffet gesprochen. Kann auch spannend sein, zerrt nach dem 5 Menschen allerdings ganz schön an meiner Energie.

Lange Zeit habe ich das immer wieder so mitgemacht, ohne mir zu überlegen, wie ich es für mich einfacher und angenehmer gestalten kann. Die Folge waren damals immer wieder absoluter Energieverlust. Mein Denken setzte aus und ich fühlte mich extrem unwohl. Außerdem habe ich oft mehrere Tage gebraucht, um wieder meine Energie zu finden.

Als introvertierte Frau spüre ich es in dem Sinne, dass ich erst einmal fliehen möchte vor den ganzen Menschen. Mich schüchtert es schnell ein, wenn Massen auf mich zukommen. Ja, da reichen manchmal schon drei Menschen. Wenn dann auch noch verlangt wird, dass ich spreche verschließt sich mein Mund manchmal wie eine Sperre. Als würde er zugeklebt und ich muss mich zwingen ihn zu öffnen.

Dabei spreche ich so ganz gerne. Allerdings eher mit einer Person und in ruhiger Atmosphäre.

Auf Veranstaltungen habe ich immer wieder das Gefühl ich müsste schreien. Ich spreche leise und bin dann immer dabei meine Stimme lauter klingen zu lassen.

Außerdem bin ich noch hochsensibel und nehme dadurch die Emotionen der anderen Menschen viel stärker und deutlicher wahr. Es ist wie eine Welle, wenn dann von bis zu 100 Menschen alle Emotionen gleichzeitig auf mich zuströmen.

Dazu kommen noch die Lichtverhältnisse, die Lautstärke und die Gerüche. Ich glaube bei mir sind alle Sinne absolut geschärft.

Heißt so viel wie: Ich kann mich unterhalten, gleichzeitig die Gespräche um mich herum mithören, das Essen riechen und die Musik klar hören. Klingt für dich, wenn du nicht hochsensibel bist vielleicht sogar spannend 😀 Ist aber anstrengend. Denn alle Eindrücke schiessen gleichzeitig auf dich ein.

Deswegen ist es Zeit gewesen, dass ich mir bestimmte Strategien überlege mit denen ich in solchen Situationen bei mir bleiben kann.

 


Wenn du auch hochsensibel oder introvertiert bist, dann helfen dir diese Strategien bestimmt ebenfalls weiter.

  1. Bereite dich schon heute innerlich vor: Fang heute schon an dich auf die nächsten Small-Talks und Treffen auf Menschen vorzubereiten. Du kannst es zum einen machen indem du mehr zu dir findest. Mir hilft dabei sehr gut Meditation oder Spaziergänge in der Natur. Einfach zur Ruhe kommen und zwar innerlich. So schaffst du dir immer wieder in dir selbst einen Ruheort. In diesen kannst du dann auch eintauchen, wenn du auf Veranstaltungen bist.

  2. Bereite dich auf den Small-Talk vor: Du stehst immer stotternd vor deinen Gesprächspartnern oder schweigst vor dich hin? Dir fallen einfach keine Fragen ein, die du deinem Gesprächspartnern stellen kannst? Dann bereite dich einfach Zuhause schon vor. Schau dir an, was für eine Veranstaltung es ist und wen du treffen könntest. Sind es Privatmenschen oder Geschäftsleute? Ich konnte auf dem Event in der letzten Woche zum Beispiel Fragen zum Geschäft stellen (Was produzieren Sie?), über das Wetter sprechen (Es ist heute wirklich sehr heiss – 27 Grad.) und über das Essen (Haben Sie schon die Salate gegessen? Die sind wirklich gut!). Du kannst es natürlich etwas abstimmen. So schaffst du allerdings die Einstiege in das Gespräch. Zur Not: Schreib dir Fragen auf einen Zettel und schau zwischendurch darauf.

  3. Fokussiere dich auf dein Gegenüber: In vielen Fällen sprechen Menschen gerne über sich. Ja, ich weiß als Introvertierte macht man das eher nicht 😀 Trotzdem ist es super, wenn du Interesse an deinem Gegenüber hast. Schau was sie erzählt und stell weiterführende Fragen. (Ach sie sind Arzt? Welches Fachgebiet genau? Mit wem arbeiten Sie zusammen?) Wenn du dich auf dein Gegenüber fokussierst kannst du sogar spannende Dinge über diesen Menschen erfahren. Lies ein bisschen zwischen den Zeilen. 😉

  4. Im Small-Talk kurz antworten: Oft wollen die Menschen gar nicht so lange Antworten hören. Deswegen ist Small-Talk in dem Fall sogar von Vorteil. Denn du kannst kurze Antworten geben und musst gar nicht viel von dir erzählen.

  5. Such dir Ruheorte: Wenn ich zu solchen Veranstaltungen gehe schaue ich vorab schon nach Ruheorten. Wo kann ich mich zur Not einfach mal 5-10 Minuten zurückziehen. Ein bisschen Kraft und Ruhe tanken? Das ist in vielen Fällen die Toilette 😀 Aber auch draussen können Plätze sein. Ich bin an dem Tag einfach auch mal mit einer Tasse Kaffee oder etwas zu essen etwas weiter weg gegangen und habe mich alleine für eine viertel Stunde hingesetzt. Das ist auch vollkommen ok und machen sehr viele. Mir sind so einige aufgefallen 😉

  6. Bleib bei dir!: Ganz wichtig ist es, dass du immer mehr trainierst wirklich bei dir zu bleiben. Gerade als Hochsensible versuch so gut du kannst deine Emotionen wahrzunehmen und nicht die deiner Mitmenschen. Den Fokus findest du indem du dich durch Meditationen vorbereitest oder dich immer wieder fragst: Wie geht es mir? Was fühle ich gerade? Such dir sozusagen einen inneren Punkt in dir (dein Herz ist am leichtesten) und konzentrier dich darauf. Ganz kurz, wenn du deine Ruhepausen machst. Hör und fühl zum Beispiel auf das Schlagen deines Herzens. Wie fühlt es sich an.

Das sind meine Strategien, die mir mit der Zeit immer mehr geholfen haben Small-Talk zu führen und auch Veranstaltungen mit vielen Menschen zu besuchen.

Wenn du auch Tipps hast, dann schreib sie mir gerne in den Kommentaren.

 


Für mich ist Small-Talk etwas, was ich machen muss, aber nichts was Sinn ergibt. Floskeln und kurze sinnlose Gespräche erfüllen mich einfach nicht. Ich weiß jedoch, dass sie manchmal einfach nötig sind.

Gerade eben auf großen Veranstaltungen. Wir haben dann alle wenig Zeit und wollen kurz Kontakte knüpfen.

Das spannende ist, dass in diesen Gesprächen so gut wie immer wenig Interesse an dir und deiner Person gezeigt wird. Es geht wirklich nur um einen kurzen Austausch.

Das ist einerseits frustrierend, aber andererseits musst du so einfach nichts von dir erzählen, was du nicht willst.

Da sind aufdrängende Gesprächspartner, die dir eine Frage nach der anderen Stellen und alles wissen wollen schon schwieriger zu handhaben. Dazu kommen wir dann auch noch mal in einem anderen Beitrag und Podcast 😉

Alles Liebe

Verena

PS: Die Insider-Community von wominess „Your sensitive Path“ ist gestartet. Magst du zu uns kommen? Wir haben jeden Monat ein wunderschönes Thema, 2 Webinare, eine Facebookgruppe, einen Minikurs und ab 01.08. wird es eine Mitgliederseite geben. Hier findest du alle Infos: Insider-Community ansehen!

By | 2018-07-03T11:24:37+00:00 Juli 3rd, 2018|Erkennen|0 Comments

About the Author:

Ich bin übrigens Verena. Deine leise Gefährtin hier auf wominess. Vor ein paar Jahren habe ich durch jemanden entdeckt, dass ich hochsensibel bin. Während ich mich damals darüber informiert habe was das überhaupt genau ist, fand ich ebenfalls heraus, dass ich introvertiert bin. Eine schöne Mischung, die mich auf so vielen Ebenen mehr fühlen und tiefer in mir ruhen lässt.

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