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Spürst du was andere Menschen brauchen & vergisst dich selbst?

Als sensible Frau spürst du schnell und deutlich was andere Menschen um dich herum brauchen. Du kannst wunderschön auf sie eingehen und ihre Bedürfnisse erfüllen.

Das ist auch in vielen Situationen hilfreich, doch eine Person kannst du dadurch ganz schnell vergessen: Dich selbst.

Denn wie oft schon hast du eher den anderen geholfen anstatt dir selbst?

Lass uns einmal gemeinsam schauen wie es oft verläuft und wie du wieder mehr auf dich und deine Bedürfnisse achten kannst.

Natürlich ganz ohne Egoismus 😉

 


Spüren was andere Menschen brauchen

Je tiefer du dich in dieses erspüren abtauchen lässt, desto mehr nimmst du wahr was die Menschen in deiner Umgebung brauchen.

Du spürst Emotionen, Wünsche, Erwartungen. Es kann soweit gehen, dass deine Fühler nur noch das erspüren, was andere Menschen brauchen. Nicht jedoch mehr, was du selbst brauchst.

Oft fängt genau da dann der Zeitpunkt an in dem du dich selbst aus den Augen verlierst. Wie geht es dir überhaupt? Was brauchst du? Welche Wünsche hast du gerade in dir?

Wann hast du dir diese Fragen zuletzt gestellt?

Bei mir hat es Jahre gebraucht, bis ich wirklich wahrgenommen habe wie sehr ich im Aussen fühle, aber nichts in mir.

Ich musste mich regelrecht zwingen mir die Erlaubnis zu geben endlich auf meine Gefühle zu achten. Es hat lange gebraucht.

Was dir helfen kann ist, dass du dir zum Beispiel jetzt einmal Zeit nimmst und aufschreibst wie es dir geht. Was fühlst du in dir?

Du kannst danach weiterlesen. Wenn du das jeden Tag oder wenigstens einmal die Woche machst fokussierst du dich mit der Zeit wieder auf dich.

 


Emotionen und Erwartungen anderer wahrnehmen

Du findest es wahrscheinlich so schön die Gefühle und Erwartungen anderer zu erfühlen, weil du dann immer genau weißt wie du helfen kannst. Hast du auch so ein Helfersyndrom? Immer erst den anderen helfen und dann erst dir selbst?

Ja, ich weiß um die Schönheit des Erspürens und auch wie schön es ist anderen zu helfen. Doch was ist, wenn du auf einmal nicht mehr so viel geben kannst?

Es kann nämlich schnell passieren, dass du aufgrund deines Einfühlens immer wieder die Person bist, die bei Problemen angerufen wird. Schließlich verstehst du dein Gegenüber am Besten. Das kann auch soweit gehen, dass du dich wie ein Mülleimer fühlst. Denn immer werden nur die negativen Erlebnisse und Probleme mit dir besprochen. „Du gibst immer so gute Lösungen – als wüsstest du genau wie ich mich fühle.“ – Kennst du diese Aussagen?

Am Anfang sind sie immer noch schön. Hey, jemand nimmt dich ernst und wichtig. Du wirst gebraucht und deine Hilfe wird benötigt. Das ist toll.

Doch irgendwann ist deine Energie aufgebraucht. Du schaffst es nicht mehr zu helfen oder die Erwartungen zu erfüllen. Du spürst wie du nach jedem Gespräch, Anruf oder sogar E-Mail nur noch müde und ausgelaugt bist.

Das sind eindeutig Zeichen, dass du zu sehr auf den anderen Menschen fokussiert bist und dich vergessen hast. Wo war in dem Moment deine Grenze? 

Dadurch, dass wir sensiblen Frauen oft vergessen Grenzen zu setzen helfen wir wo wir nur können. Am Ende sogar so viel und oft, dass wir total erschöpft sind.

Irgendwann kommt einfach der Punkt an dem du nicht mehr kannst und dich zurück ziehen willst.

 


Das ist dann oft der Moment in dem dir Egoismus vorgeworfen wird. Manchmal wirst du auch als schlechter Mensch hingestellt oder einfach als Arschloch.

Ich habe es früher sehr oft erlebt. Ich konnte dann einfach nicht mehr und habe mich zurück gezogen. Dann fanden die Personen natürlich nicht so toll. Denn die Person die sonst immer ihre ausgesprochenen Wünsche und Erwartungen sowie auch die unausgesprochenen erfüllt hat, verschwand plötzlich.

Es ist für die Person dann so, als würde eine tiefe Verbindung zerstört werden. Da kommen schnell Verlustängste und Enttäuschungen auf.

Denn oft hast du dich dabei auf Beziehungen eingelassen die sehr tief gehen. Etwas was bei Frauenfreundschaften übrigens schnell geht und fast wie eine richtige Beziehung verläuft.

Wenn du dann dieses Band durchschneidest ist die andere Person enttäuscht.

Denn für sie war alles schön. Es fühlte sich gut an so verstanden zu werden und jemanden zu haben dem man alles erzählen kann. Der immer für einen da ist.

Doch für dich sind diese Verbindungen mit der Zeit eher anstrengend und wie oben gesagt Energieziehend geworden.

Da ich es kenne kann ich sehr gut verstehen, wenn du dich dann zurück ziehst und wieder mehr Raum für dich brauchst.

Es gibt aber Menschen die brauchen andere Menschen, um Kraft zu bekommen. Vielleicht kennst du das sogar, dass Menschen dir sagen „Du gibst mir so viel Energie – ich fühle mich nach unseren Gesprächen immer so kraftvoll.“ Und du bist nach den Gesprächen eher ausgelaugt, erschöpft und kannst einfach nicht mehr.

Wenn du jetzt spürst, dass du viele dieser Beziehungen hast ist es vielleicht an der Zeit diese einmal zu überdenken. Vielleicht hast du jetzt noch die Chance in kleinen Schritten Abstand zu nehmen und so sogar am Ende die Beziehung mit Raum für dich weiterhin bestehen zu lassen? Dann brauchst du nicht alles direkt beenden.

Was mir mit der Zeit geholfen hat ist, dass ich mir mehr Menschen gesucht habe, die mich nicht 24 Stunden am Tag bei sich brauchen. Die selbst ihre Leben haben und dadurch auch nicht voll auf mich fokussiert sind. Die ich aber trotzdem jederzeit anschreiben könnte und auf einen Kaffee treffen kann.

Tiefe Freundschaften sind dadurch sogar trotzdem entstanden. Wir haben nicht regelmäßigen Kontakt – schon gar nicht täglich – und wissen trotzdem immer die andere ist da, falls ich sie brauche.


Helfen mit Raum für dich

Anderen Menschen zu helfen ist wunderschön. Wenn du es schaffst dies zu machen und dann nicht direkt deinen ganzen inneren Raum einnehmen zu lassen, dann wird es dich erfüllen. Deswegen schau einfach mal welche Menschen wirklich deine Hilfe brauchen und welche dich eher als Mülleimer für ihre Wunscherfüllung nutzen.

Die die wirklich Hilfe brauchen melden sich oft nicht laut zu Wort.

Nimm dir bei allem deinen Raum und erlaube dir Grenzen zu setzen. Auch, wenn du dann von den anderen Personen vielleicht unter Druck gesetzt wirst. Du musst nicht immer da sein für alle. Das schaffen die anderen nämlich auch nicht.

Auf dich zu achten, auf deine Energie und Kraft hilft dir selbst und allen Menschen um dich herum. Denn dann kannst du auch wieder 100% für andere Menschen geben.

Den Ausgleich kannst du als sensible Frau zum Beispiel einfach durch Alleinsein oder Ruhepausen finden.

Dadurch tankst du neue Energie und kannst auch gestärkt die Probleme und Erwartungen anderer Menschen erfüllen.

Hast du selbst Erfahrungen damit gemacht? Teil es gerne in den Kommentaren mit mir. 🙂

PS: Die Insider-Community von wominess „Your sensitive Path“ ist gestartet. Magst du zu uns kommen? Wir haben jeden Monat ein wunderschönes Thema, 2 Webinare, eine Facebookgruppe, einen Minikurs und ab 01.08. wird es eine Mitgliederseite geben. Hier findest du alle Infos: Insider-Community ansehen!

By | 2018-07-11T10:42:50+00:00 Juli 11th, 2018|Erkennen, Hochsensibel|0 Comments

About the Author:

Ich bin übrigens Verena. Deine leise Gefährtin hier auf wominess. Vor ein paar Jahren habe ich durch jemanden entdeckt, dass ich hochsensibel bin. Während ich mich damals darüber informiert habe was das überhaupt genau ist, fand ich ebenfalls heraus, dass ich introvertiert bin. Eine schöne Mischung, die mich auf so vielen Ebenen mehr fühlen und tiefer in mir ruhen lässt.

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